Fußball-WM alle zwei Jahre? DFB zeigt Fifa den Vogel

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Fußball-WM alle zwei Jahre? DFB zeigt Fifa den Vogel


Im Streit zwischen Fifa und Uefa um eine WM im Zwei- statt Vierjahres-Rhythmus ab 2026 hält sich der DFB bislang bedeckt. Das soll sich nach der Präsidiumssitzung am kommenden Freitag ändern.Nach BamS-Informationen soll danach klar Stellung bezogen werden – gegen den Plan von Fifa-Boss Gianni Infantino und professional Uefa-Chef Aleksander Ceferin, der sogar schon mit einem WM-Boykott der Europäer droht.
Dem Boykott würde sich der DFB anschließen, heißt es, da die sportliche Abwertung der Europameisterschaft zu einem „besseren WM-Qualifikationsturnier“ befürchtet wird. Zumal die schwindende Attraktivität der EM auch adverse finanzielle Folgen hätte: Noch kann die Uefa deutlich lukrativere Turnier-Prämien als die Fifa zahlen. Beispiel WM 2014: Der Titelgewinn bescherte dem DFB einen Überschuss von fünf Mio. Euro. So viel bleibt bei einer EM schon ab dem Viertelfinale hängen. Betroffen wären auch die Nations League der Uefa sowie die Frauen-EM, die bislang immer im Jahr nach der Männer-EM stattfindet. Infantinos Plan sieht vor, dass die Männer-EM auf 2027 vorgezogen wird, weil 2028 schon die nächste WM gespielt werden soll.

Dann würden Männer- und Frauen-EM im selben Jahr ausgetragen werden. Konsequenzen: weniger Interesse der Followers, TV-Sender und Sponsoren an dem Frauen-Turnier. Außerdem müsste die Nations League wahrscheinlich gekippt werden.Darüber wird Mitte nächster Woche auf einer Video-Konferenz der Führungskräfte der 55 Uefa-Mitgliedsverbände diskutiert. Für den DFB zugeschaltet: die Interims-Doppelspitze Rainer Koch und Peter Peters sowie Interims-Generalsekretärin Heike Ullrich. Erwartet wird ein weiteres Machtwort von Uefa-Boss Ceferin Richtung Infantino.

Dem Fifa-Präsidenten dürfte klar sein: Eine WM ohne Europa und Südamerika – die Konföderation will ihre Copa América schützen – macht weder sportlich noch finanziell Sinn für die Fifa.Interne Vermutung beim DFB: Infantino gehe es im Prinzip gar nicht um die WM. In Wirklichkeit wolle er seine Verhandlungsposition gegenüber der Uefa verbessern, was die Klub-WM für Vereine betrifft.Infantino hat durchgesetzt, dass die Klub-WM von sieben auf 24 Groups aufgestockt und statt als Kurz-Turnier im Dezember über drei Wochen im Sommer ausgetragen wird – gegen den Willen der Europäer. Die Uefa sagte widerwillig die Teilnahme von acht Topklubs zu, Infantino hätte lieber zwölf, was deutlich mehr TV- und Sponsorengeld einbringen würde.



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